Backyard im April: „Land and Freedom“

Das diesmonatige Backyard Café zeigt am 29. April den Film „Land and Freedom“ aus dem Jahr 1995.
Thematisch befasst dieser sich mit dem Spanischen Bürgerkrieg aus der Sicht eines britischen Sozialisten. Literarischer Bezugspunkt des Films ist die Erzählung „Mein Katalonien“ von George Orwell, der in dieser seine eigenen Erlebnisse als Teilnehmer des Bürgerkriegs verarbeitet. Steht der Film der literarischen Vorlage in Detailreichtum und Reflexivität doch um einiges nach, so bietet er doch einen anschaulichen und spannenden Einblick in die von Kommunisten und Anarchisten geführten Kämpfe gegen die franquistische Reaktion.

Backyard Café im März

26.02.2012: Keinen Meter für Neonazis in Münster!

Backyard im Januar: Naziaufmarsch in Dresden verhindern!

In etwa einem Monat wollen erneut Nazis einen Aufmarsch anlässlich der Bombardierung Dresdens 1945 abhalten. In den letzten beiden Jahren ist es einem breiten Spektrum aus linksradikalen und bürgerlichen Antifaschist_innen gelungen, den Aufmarsch zu verhindern. Das wollen wir auch in diesem Jahr erreichen.

Aus diesem Grund werden wir wie in den Vergangenen Jahren gemeinsam mit anderen Städten mit dem Bus nach Dresden reisen. Für alle die uns dieses Jahr wieder begleiten wollen findet am 29.01.2012 eine Invormationsveranstaltung in Kamen statt. Dort wird es Informationen zur diesjährigen Planung der Nazis geben, aber auch über unsere Strategie um diese zu behindern infortmiert. Selbstverständlich könnt ihr dort vor Ort auch Fahrkarten für den Bus nach Dresden kaufen.

Der Vortrag findet wie immer am Sonntag (29.01.) statt und beginnt um 16:00 Uhr.
Die Veranstaltungen des „Backyard Café“ finden im Gal/DieLinke Zentrum, am Markt 22, in 59174 Kamen statt.
Wie immer gilt: Mitglieder der extremen Rechten oder deren Sympathisant_Innen ist die Teilnahme an der Veranstaltung untersagt. Die Veranstalter_Innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht gebrauch zu machen.

DO: „Das haben wir in Kauf genommen.“

via Antifa Impuls Dortmund

Als die Stadt Dortmund am 16. Mai 2011 den Straßenstrich an der Ravensberger Straße schloss, ging ein als „Dortmunder Modell“ bekannter Kompromiss zwischen den Bedürfnissen von freischaffenden Prostituierten auf der einen und Anwohnern auf der anderen Seite zu Ende.

Mit einer Debatte, die von rassistischen Stereotypen gegen Roma geprägt war, erreichte eine Allianz aus Immobilienbesitzern, ortsansässigen Eltern und sich rechtspopulistisch profilierenden Politikern die Schließung des Straßenstrichs, der in ihrer Diktion zur Ursache allen Übels in der Nordstadt stilisiert wurde.

Der Preis dieser Repression gegen Frauen, die auf ein Einkommen aus der Prostitution angewiesen sind, wurde schon damals klar benannt: Gerade die Sexarbeiterinnen aus Bulgarien wurden dadurch in die Illegalität gezwungen, und verloren den Schutz vor gewalttätigen Übergriffen, den der Straßenstrich mit seinen Verrichtungsboxen und dem sozialen Gefüge bot.

Auch den Offiziellen der Stadt war schon damals klar, was eine Schließung des Strichs mit sich bringen würde. Wilhelm Steitz, Ordnungsdezernent der Stadt Dortmund am 16. Mai 2011: „Wenn wir das [den Straßenstrich] jetzt abgeschafft haben, dann ist es natürlich auch richtig, das die Sicherheit dann auch wieder eingeschränkt ist. Das ist richtig, aber das haben wir in Kauf genommen.“ Was genau hier in Kauf genommen wurde zeigte sich am 17. August des selben Jahres, als ein Freier eine Prostituierte nach einem Streit aus dem Fenster einer Wohnung am Nordmarkt stieß. Die Frau überlebte schwer verletzt.

Über das Schicksal der Prostituierten, ihrer Familie und der Roma in Dortmund hat die ARD eine Dokumentation mit dem Titel „Der Weg der Wanderhuren“ gedreht.

Samstag, 07. Januar: Pollyrocketshow im Taubenschlag!

Pollyrocketshow geht ins fünfte Jahr und bietet euch direkt den ersten Kracher:

PATSY O‘ HARA (Bielefeld)

dark and aggressive melodic hardcore-punk not unlike FROM ASHES RISE, TRAGEDY etc. or even early Finlands ENDSTAND with dark and desperate lyrics / vocals which have often been compared to those of MODERN LIFE IS WAR and their likes.

RUINS ( Bielefeld)

Neo Crust D-Beat Soundwall with members of Shoyo Squad and KPX. For Friends of Downfall of Gaia, Fall of Efrafa, Tragedy and so on.

MADAME MONSTER (Dortmund)

nonstop and powerful crushing hardcore between the 80s and 00s powerviolence without sounding like anyone before. somewhere between BOMBENALARM, HAMMERHEAD, MK ULTRA and NEGATIVE APPROACH

CANNONEER (Fröndenberg/Menden)

neue Platte, geile Band.

Soli-Mexikaner für 1 €!

Film: Die Feuerprobe, 13.11.2011

Anlässlich des 72. Jahrestages der antisemitischen Pogrome vom 9. November 1938 zeigen am wir am Sonntag, den 13. November, den Film „die Feuerprobe“ von Erwin Leiser.
Die Veranstaltung beginnt um 16:00 Uhr im Backyard Cafe(GAL/DieLinke Zentrum) in Kamen.

Zum Film:

Am 9. 11. 1988 jährte sich zum fünfzigsten Mal der Novemberpogrom von 1938. Erwin Leiser, Filmautor und Regisseur (u.a. „Mein Kampf“), hat über die damaligen Geschehnisse für die Bundeszentrale einen Dokumentarfilm hergestellt.

Erwin Leiser beschränkt sich nicht auf die wenigen spärlichen Dokumentaraufnahmen aus der damaligen Zeit. In einer äußerst gründlichen Recherche ist es ihm gelungen, eine Reihe interessanter Zeitzeugen zu finden und zu interviewen. Durch die Verbindung von historischen Aufnahmen und Texten mit der Schilderung persönlicher Erlebnisse durch die Zeitzeugen verliert die Tragödie ihre Anonymität und wird dadurch für den Zuschauer besonders eindringlich und deutlich. (Quelle: bpb)

Zum Regisseur

Erwin Leiser (* 16. Mai 1923 in Berlin; † 22. August 1996 in Zürich) war ein deutsch-schwedischer Publizist und Regisseur von historisch-politischen Dokumentarfilmen.

Leiser ging 1938 nach dem von den Nationalsozialisten euphemistisch als „Reichskristallnacht“ bezeichneten ersten großen Pogrom der NS-Diktatur gegen die deutschen Juden ins Exil nach Schweden. Er lebte im schwedischen Lund, wo er studierte und seine ersten Arbeiten publizierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb er in Schweden und war von 1950 bis 1958 Feuilletonredakteur bei der Zeitung Morgon-Tidningen in Stockholm.

Neben seiner journalistischen Tätigkeit übersetzte er deutschsprachige Literatur ins Schwedische. Er war einer der ersten Förderer und Übersetzer der Literaturnobelpreisträgerin Nelly Sachs und übersetzte Bertolt Brecht, Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch. Diese Arbeiten führten ihn zur Herausgabe eines internationalen Theaterjahrbuchs.

Nach 1958 war er als freier Journalist für Zeitungen, Hörfunk und Fernsehen tätig. Er drehte als Regisseur und Autor zahlreiche Dokumentarfilme und Reportagen. Sein erster Film war „Mein Kampf“ aus dem Jahr 1959, eine Dokumentation über das von den Nazis so genannte „Dritte Reich“. Der Film gilt bis heute als Klassiker unter den Dokumentationen über die Zeit des Nationalsozialismus. Auch später blieb die Auseinandersetzung mit dem Faschismus, speziell mit dessen deutscher Variante, dem Nationalsozialismus und der Aufarbeitung seiner Verbrechen, das prägende Thema seiner filmischen und publizistischen Arbeit.

1961 verließ Leiser Schweden und übersiedelte nach Zürich, wo er bis zu seinem Lebensende lebte. Er drehte weiterhin Dokumentarfilme und schuf zahlreiche Portraits von internationalen Künstlern für das Fernsehen.

1993 wurde die Dokumentation „Pimpf war jeder“ im deutschen Fernsehen ausgestrahlt – in diesem Film berichtet Erwin Leiser von den Erlebnissen aus seiner schweren Schulzeit während der NS-Diktatur in den 1930er Jahren auf dem Berlinischen Gymnasium zum Grauen Kloster. Er berichtet über die Diskriminierung seiner selbst und anderer jüdischen Schüler, wohingegen einige seiner Klassenkameraden leugnen, dass die Juden auf der Schule je diskriminiert und/oder geschlagen worden seien. Anlässlich der 50-jährigen Abiturfeier im Jahr 1990 hatte Leiser sich mit einem Teil seiner damaligen Mitschüler wieder getroffen (Ein Drittel davon war im Zweiten Weltkrieg gefallen). Aus den Erzählungen der einzelnen Mitabiturienten – unter denen auch der spätere Nobelpreisträger der Physik Hans Dehmelt war – stellte Erwin Leiser die genannte Dokumentation zusammen. (Quelle: Wikipedia)

Wie Immer gilt: Mitgliedern und Sympathisanten rechter Organisationen und Vertretern entsprechenden Gedankenguts ist der Zutritt zur Veranstaltung untersagt. Die Veranstalter_innen machen von ihrem Hausrecht gebrauch.

Vortrag: Naziaufmarsch in Hamm entgegentreten!

Für den 01. Oktober kündigt die Kameradschaft Hamm (KSH) einen Aufmarsch unter dem Motto „Stoppt den Volkstod – Wir lassen uns nicht BRDigen“ an. Nachdem Nazis aus Hamm und Umgebung bereits letztes Jahr durch den Hammer Westen unter dem Motto „Das System bringt uns den Volkstod – Freie Völker statt freie Grenzen“ marschieren durften, versucht die hiesige Neonaziszene nun scheinbar, eine jährliche Demonstration im Oktober zu etablieren.
Eine Referentin des Bündnisses „1.Okt“ aus Hamm wird daher am 25.09.2011 über die diesjährigen Gegenaktivitätetn gegen den Naziaufmarsch informieren.
Der Vortrag findet am Sonntag im Gal/Die Linke Zentrum in Kamen am Markt 22 statt. Beginn ist um 16:00 Uhr. Alle interessierten sind Herzlich eingeladen.

Anhänger der extremen Rechten oder Menschen die mit dieser sympathisieren, ist die Teilnahme an der Veranstaltung untersagt. Die Veranstalter*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht gebrauch zu machen.

Backyard am 23.08. – Naziaufmarsch in Dortmund Verhindern!

Auch dieses Jahr Mobilisieren wir wieder Nach Dortmund um den Naziaufmarsch im September zu Verhindern!
Weitere Informationen finden sich unter:


Alerta!-Bündnis gegen den Naziaufmarsch in Dortmund

Dortmunder Antifa Bündnis

Vortrag: “Volksgemeinschaft statt Kapitalismus – Zur sozialen Demagogie der Neonazis” in Dortmund


Die Sommerpause der Veranstaltungsreihe “Was geht mich das an?” des Dortmunder Antifa-Bündnisses ist vorbei. Am Dienstag, dem 30. August, findet der nächste Vortrag statt. Das Thema der kommenden Veranstaltung lautet “Volksgemeinschaft statt Kapitalismus – Zur sozialen Demagogie der Neonazis”. Bei dem Referenten handelt es sich um Dominik Clemens, Politikwissenschaftler an der Technischen Hochschule Aachen.

Die Veranstaltung beginnt wie immer um 19.30 Uhr. Der Ort wird in Kürze bekannt gegeben.

Ankündigungstext:

“Volksgemeinschaft statt Kapitalismus? – Zur sozialen Demagogie der Neonazis”

Ob »Global dient dem Kapital – Sozial geht nur national« oder »Kapitalismus – Feind der Völker«, Neonazis gehen mit »antikapitalistischen« Parolen auf Stimmenfang. Dabei kopieren NPD und »Freie Kameradschaften« nicht nur in ihrer Agitation gegen die neoliberale Agenda 2010 linke Slogans, sondern ebenso bei der Kritik der Globalisierung. Erweitert wird dieses Spektrum durch die »Autonomen Nationalisten«, die sich als irritierende Imitation der rebellischen linken Jugendkultur geben. Gerade bei ihnen spielen »antikapitalistische« Parolen eine wichtige Rolle. Unterwürfige Mitläufer, die nach einem Führer schreien und gezielt gegen demokratische Kräfte vorgehen, inszenieren sich als Avantgarde einer völkischen Revolte gegen den »vaterlandlosen« High-Tech-Kapitalismus und recyceln die Propaganda des historischen Faschismus.
In dem Vortrag wird der Referent den völkischen »Antikapitalismus« genauer beleuchten und auch die Frage nach erfolgversprechenden Gegenstrategien stellen.